Das empfindsame Wilhelmsbad  

 

 

Anton Wilhelm Tischbeins Bild der Wilhelmsbader Promenade hatte geradezu auf eine Interpretation gewartet: auf eine Auslegung und Deutung der vermeintlichen oder tatsächlichen Begebenheiten, wie sich die Entstehung des Gemäldes zugetragen haben könnte. Und nicht nur das: sondern wie die Personen und Gruppen in dem Gemälde denken, fühlen, handeln. Wie sie lachen, tuscheln, soziale Fäden spinnen, Techtelmechtel aushecken und dabei selbst den gesellschaftlichen Zwängen ihrer Zeit unterworfen sind. Aus denen sie natürlich auszubrechen versuchen mit den zu allen Zeiten unabänderlichen Mitteln der Menschen: Sex and Crime.

 

Der rote Faden ist der Maler selbst: Anton Wilhelm Tischbein, seine Erlebnisse und zeitzugehörigen Begebenheiten. Von den Auseinandersetzungen mit dem damaligen Erbprinzen, seiner Begegnung mit Goethe, den Affären bis hin zu den kriminellen Machenschaften seines Dieners. In diesen Kontext eingebunden sind die jeweiligen Kurzgeschichten von acht Schreibern, die den Personen auf Tischbeins Bild eine eigene Story gegeben haben.

 

Diese acht Personen lassen ein buntes Kaleidoskop an Fantasie, Imaginationen und Luftschlössern entstehen, um dem Geist des Bildes nachzuspüren und neu entstehen zu lassen.

 

 

Angelika Dietz

Gudrun Schön

Conny Schuchardt-Wolf

Edith Kociorski

Sabine Stegmaier

Jutta Zeiger

Dr. Bernd Wolf

Rudolf Müller

   Gerhard Roth    

 

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© Gerhard Roth