zum Stück 

Anna ist weg

 

 

In diesem Theaterstück für Kinder ab 5 Jahren wird traditionelles, phantasievolles Theater mit experimentellen, abstrakten Elementen  ver-bunden.

 

Dazu wird das Stück auf zwei Bühnen aufgeführt: das Bunte, Abenteuer-Freudige, Phantasievolle auf der Hauptbühne - die Eltern, die Erwachsenenwelt wird verfremdet, schwarz-weiß und sehr abstrakt auf der Nebenbühne dargestellt. Im Laufe des Stückes wird sich die Erwachsenenwelt ändern: formal wird sie langsam bunter, inhaltlich aktiver und geht zum Schluss auf die Kinderwelt zu.

 

Um die Erwachsenenwelt zu betonen und auch um gleichzeitig eine dokumentarische Komponente mit einzubringen, bedient sich das Stück des Mediums Film oder Dia zu Beginn und Ende des Stückes.

 

Ein gelungener dramaturgischer Effekt ist die sichtbare Verwandlung einer erwachsenen Schauspielerin in die Anna, der etwa zehnjährigen Protagonistin.

Damit wird noch einmal der vorhin erwähnte Effekt: Annäherung der Erwachsenenwelt an die Kinderwelt betont. Zweimal während des Stückes wird dieser Effekt eingesetzt, um die Spannung bzw. Bedrohung aufzubauen und gleichzeitig zu mildern.

 

Das Anliegen des Stückes ist nicht das Formale. Inhaltlich soll dargestellt werden, wie ein Kind von verschiedenen Personen, wie dem Lehrer, der Freundin und besonders den Eltern anders gesehen und beurteilt wird, als es tatsächlich ist.

Im Laufe des Stückes erhalten die Eltern Informationen über bisher nicht wahrgenommene Eigenschaften ihres Kindes und bauen sie in ihr eigenes sich änderndes Verhalten ein, um  zum Schluss „ihre“ Anna besser zu verstehen und mit ihr kommunizieren zu können.

 

Erwachsene sollen lernen. Kinder sollen sehen, dass Erwachsene lernen können.

 

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© Gerhard Roth